Volksaufstände im Nahen Osten

Kaum ein Tag vergeht, wo nicht neue Meldungen über die Entwicklung im Nahen Osten in die Öffentlichkeit gelangen. Die ganze Region ist Schauplatz einer Bewegung, die nach Tunesien und Ägypten nun auch die restlichen Länder betrifft.

Angesichts dessen wollen wir uns mit diesem Thema beschäftigen und 2 Sachen klären:

1. Was geht da vor sich, was waren diese Länder vor den Aufständen, welche Rolle in der Weltpolitik haben sie gespielt, was ist der Inhalt der Aufstände

und

2. Wie reagiert der Westen auf diese Veränderung und wieso, was waren seine früheren Berechnungen diesem Stück Welt gegenüber und inwiefern haben die sich verändert.

Stattfinden soll dies am 27.2 um 16 : 30 im AZ Wuppertal

Thilo mach mir ein Bananenbrot oder die Sarrazin Debatte Teil 2

ACHTUNG: Termin findet am 11.11 statt nicht am 4.11

Thema soll erneut Sarrazin sein, daher übernehmen wir einfach mal die Ankündigung vom letzten Mal ;)

Ort: Az Wuppertal

Zeit: 19:00

Thilo mach mir ein Bananenbrot oder die Sarrazin Debatte

Kaum eine Nachrichtensendung im Fernsehen noch eine Tageszeitung hat sich der Debatte um Sarrazin entzogen. Dabei war die Beurteilung gespalten einerseits soll Sarrazin ein Tabubrecher sein, der endlich mal sagt, dass die Integration bisher gescheitert ist, andererseits sind seine Thesen doch in einem „undemokratischen Jargon“ geschrieben worden, oder so ähnlich, bis hin dazu, dass man Sarrazin vorwirft er könne ja gar nicht Statistiken richtig benutzen, siehe http://dishwasher.blogsport.de/?p=216 . Beachtlich ist jedoch, dass eine große Anzahl der Deutschen bekunden diesen Mann politisch unterstützen zu wollen. Daher stellt sich uns die Frage, was sagt der eigentlich und warum fahren die Leute auf ihn ab. So ergibt sich folgende Gliederung:

1.)Die öffentliche Debatte, zwischen Verurteilung und Anerkennung, aber kaum inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Buches, wieso eigentlich nicht?

2.)Sarrazins Blick aufs Volk: eine Gefahr für Deutschlands Fortkommen, sei es der faule Inländer oder der integrationsunwillige Ausländer, Ein Ausweis des Versagens der Politik.
Welche Erkenntnisse teilt der Mann darüber mit, wie die geistig-politische Elite das Volk betrachtet und welche Gesichtspunkte eigentlich zählen? Woher kommt so ein Blickwinkel?

3.)Was ist eigentlich inhaltlich falsch daran, was Sarrazin von sich gibt?

4.)Wieso erntet der Mann soviel Applaus? Welche Überlegungen haben also viele deutsche Bürger drauf, die jetzt nur abgerufen werden müssen?

5.)Warum erntet der Mann, der die Wörter Parallelgesellschaft und die Unterscheidung von In und Ausländern nicht erfunden hat soviel Schelte? Aufforderungen wie die Arbeitslosen sollten sich mal waschen und dann finden sie schon einen Job oder andere Ekelhaftigkeiten sind ja nicht nur Sarrazins Auszeichnungen?

Alles in allem also eine Aufklärung über:

-die Anforderungen der Nation an seine Bürger,
-die Bedeutung des Wortes Integration
- und den dazu passenden alltäglichen Nationalismus und seine demokratischen Toleranzgrenzen

Stattfinden wird das ganze um 19 Uhr im Az Wuppertal am 30.9.

P.S.: eine Zusammenfassung des 2. Termins über die Staatskrise Griechenlands wird hier auch die Tage erscheinen

Griechenlandkrise Teil 2

Anscheinend sind wir noch ein wenig in den Ferien, deswegen kommt die Ankündigung ein wenig spät ;) .

Zurück zu Griechenland, nachdem auf dem letzten Termin theoretische Vorarbeit geliefert wurde, Griechenlands Beitritt zur EU (damals EW) und dem Beitritt zur Euro-Währungsunion, soll es dieses Mal tatsächlich um die Entwicklung der Krise gehen.

Dazu halten wir es für sinnvoll den bisherigen Stand der Debatte festzuhalten, sodass eventuelle Fragen und Missverständnisse beim nächsten Treffen anfangs geklärt werden können.

Vorbemerkung: Aus den Medien erfährt man, Griechenland sei selbst schuld an der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit, so hat man sich den vorkrislichen Alltag eines Griechens in etwa so vorzustellen, dass der Tag zwischen Ouzo trinken, tanzen und feiern auf Kosten der EU, sowie Schwarzarbeit bestand.
Da tut sich jedoch notgedrungen die Frage auf, wenn dies ein Einzelfall in der Eurozone ist, weshalb richtet sich dann die Spekulation des Finanzkapitals gegen den Euro, der doch auch „ehrbar-arbeitende“ Nationen wie Deutschland und Frankreich als Zahlungsmittel dient? Ist es nicht vielmehr eine Spekulation gegen den Euro generell?

Um dieser Frage ein wenig sich anzunähern erschien es uns erst einmal sinnvoll, die Situation in Griechenland zu betrachten, bevor die Krise kam. Dies anhand der beiden obigen Einschnitte in der griechischen Politik 1. EU
2. Euro-Währungsunion

Generell sollte die Frage sein, was sich Griechenland davon erhoffte, sowie unter welchen Berechnungen Griechenland der Zutritt erlaubt wurde. ( Denn dass nicht jeder einfach beitreten kann, sieht man an der Türkei in Sachen EU und ehemaligen Ostblockländern in Sachen Euro)

Zur EU:

Der Beitritt Griechenlands zur EU, war Seitens Griechenland mit der Hoffnung auf kapitalistisches Wachstum verbunden, die Eröffnung des Binnenmarktes sollte dem griechischen Kaital neuen Absatz bescheren und ausländische Investoren anlocken. Gleichzeitig sollten EU Gelder dabei helfen Griechenland zu „modernisieren“ also infrastrukturell voranzutreiben.
So wurde die Infrastruktur ausgebaut und Staatsbetriebe privatisiert, mit der für Griechenland unangenehmen Folge, dass die kapitalkräftigeren Unternehmen aus den europäischen „Partnerländern“ sich auf dem griechischen Markt durchsetzten und das griechische Kapital verdrängten, es also schlicht unbrauchbar machten.
Nicht unbrauchbar in dem Sinne, dass die Fabriken und Äcker nicht mehr taugen würden für eine ordentliche Produktion von Dingen, die man konsumieren könnte, sondern unbrauchbar für kapitalistische Vermehrung, da sie dank mangelnder Kapitalgröße sich nicht im Preisverhältnis gegen die kapitalkräftigeren Konkurrenten durchsetzen konnte. Manche nennen diese Irrationalität Kapitalismus und dem schließen wir uns einfach mal an

Andersherum war das Interesse der EU an Griechenland neben dem ökonomischen Zuwachs, den sich die Länder ebenso für ihr Kapital erhofften, wie die Griechen es sich für sich erhofften, auch der Blick nach Osten (1981) ließ Griechenland attraktiv erscheinen, sowie die günstige Lage zum nahen Osten.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass wenn beide Parteien sich den EU Binnenmarkt jetzt inkl. Griechenlands anschauen zwecks der eigenen Bereicherung, dass nicht alle zufrieden sein können, da die Bereicherung des einen nationalen Kapitals nur auf Kosten eines anderen Kapitals passieren kann. Indem es die Kaufkraft, welche in dem entsprechenden Markt beschränkt vorzufinden ist, auf sich zieht, also ein Geschäft tätigt ist dieses Geschäft Abzug des Geldes welches sich als Kaufkraft darstellt, sodass jeder einzelne Kauf einen anderen Zugriff auf das Geld unmöglich macht. Anders gesagt, dass Wachstum der europäischen Kapitale auf dem griechischen Markt sorgte dafür, dass die durch griechische Kapitale realisierten Gewinne schrumpften und sich der überlegenen Produktivität des Westens ergeben mussten.

So kam es dann dazu, dass Griechenland dank EU noch immer hinter den Europäisch erfolgreichen Staaten zurückblieb.

So erwuchs der griechische Staat aber ebenfalls zum wichtigsten ökonomischen Subjekt, der per Aufträgen, Lohnzahlung und ähnlichem zur wichtigsten Verdienstquelle seiner Bürger, ungeachtet ihrer Klassenzugehörigkeit, wurde.

Zum Euro:

Das Angebot dem Euro beizutreten, kommt auch Griechenland nach, dabei sind die Gründe der Griechen hierfür keineswegs deckungsgleich mit denen der Länder, die das Projekt initiierten.
Griechenlands Interesse am Euro ist nämlich ein negativer Vergleich mit dem, was die Drachme alles nicht kann: Verschuldung ohne Inflation, Importe zu konstanten Preisen, eine üppigere Staatsverschuldung, … also alles Auskünfte darüber, was die griechische Wirtschaft nicht zu Stande gebracht hat, nämlich mit ihrem internationalen Erfolg, die Drachme zu einer gefragten Währung zu machen.
Den Machern des Euros dagegen geht es um etwas anderes, sie sind daran interessiert, mit dem Euro, der Weltwährung Dollar den Kampf anzusagen, Ausgangspunkt bei ihnen ist die „Gewissheit“, dass ihr Geld zu mehr taugt als nur Binnenmarktnachfrage zu bedienen, sie wollen durch die Zusammenlegung ihrer Währungen eine neue Qualität ihrer Währung schaffen, eben eine Weltwährung.
So ist die Frage, ob Griechenland reinkommt in den Kreis der Auserwählten Euro Länder erst einmal gar nicht verständlich, denn die ökonomische Potenz Griechenlands ist als Mangel bekannt. Dass dennoch Griechenland beitreten darf, liegt daran, dass die positiven Aspekte Griechenlands obsiegen: mehr Umsatz in Euro, damit Vergrößerung der Nachfrage nach dem Euro und generell die Überlegung, dass wenn man Weltgeld haben will, eine ökonomische Kleinigkeit wie Griechenland schon zu verkraften ist. Generell kann man hier auch anmerken, dass bis zur Krise Griechenlands auch die Euromitgliedsschaft Griechenlands nie zur Debatte stand, da der Erfolg des Euros allen Entscheidungen Recht gab.
Auch nach dem Eintritt in die Euro-Währungsunion blieb das erhoffte Wachstum des griechischen Kapitals aus, lediglich als Finanzstandort des Euros gewann Griechenland das Interesse des Finanzkapitals.

Soweit erst einmal.

Beim nächsten Treffen soll also erklärt werden, wie auf dieser Grundlage, nach der Bankenrettung durch die EU Staaten, Griechenland in einen neuen Blick des Finanzkapitals geriet.
Ob dies nur Griechenland betrifft oder ob die Spekulation nicht eine Spekulation gegen den Euro als solches ist soll ebenso geklärt werden, wie ein wenig grundlegendes zur Frage des Verhältnis von Staat und Finanzkapital.

Daher treffen wir uns am 16.9 um 19 (ACHTUNG EINE STUNDE SPÄTER) im AZ Wuppertal um dem nachzugehen.

Sommerpause, auch bei uns

Eigentlich hatten wir ja vor uns am kommenden Donnerstag wieder zu treffen, augfrund von Ferien, Leuten die im Urlaub oder krank sind fällt der Termin jedoch aus. Nach den Sommerferien geht es dann weiter, wann genau wird hier noch rechtzeitig bekannt gegeben.

In diesem Sinne, schöne Ferien.